Gebrauchtwagen wählen Aktualisiert 22.6.2026

Benzin oder Diesel – so wählen Sie richtig

Benzin- und Dieselautos vergleichen: Betriebskosten, Effizienz, Steuern und welcher Kraftstoff zu Ihrem Fahrprofil passt.

Benzin oder Diesel – so wählen Sie richtig

Sie brauchen ein neues Auto, aber wie entscheiden Sie sich für den richtigen Kraftstoff? Mit dem Ratgeber von AutoUncle sind Sie der richtigen Wahl einen Schritt näher.

Ihre Fahrgewohnheiten und die erwartete Jahreskilometerleistung sind die Eckpfeiler bei der Wahl zwischen Benzin- und Dieselauto. Wenn Sie viele Kurzstrecken mit kaltem Motor fahren, sollten Sie moderne Dieselfahrzeuge meiden, da das Einspritzsystem und der Partikelfilter ausfallgefährdet sein können. Dieselfahrzeuge müssen regelmäßig Betriebstemperatur erreichen, damit der Partikelfilter regenerieren kann und nicht verstopft.

Als grobe Faustregel lohnt sich ein Dieselauto gegenüber einem Benziner, wenn Ihre jährliche Fahrleistung 25.000 Kilometer übersteigt. Früher lag die Schwelle für die Wahl eines Diesels bei etwa 20.000 km pro Jahr, aber technische Fortschritte haben Benzinmotoren effizienter gemacht. Sie sollten also 25.000 km pro Jahr oder mehr fahren, bevor sich der Diesel wirklich auszahlt.

Dieselautos sind in der Anschaffung teurer

Ein weiterer Faktor, den Sie als Käufer beachten sollten, ist der Anschaffungspreis und die Höhe der jährlichen Kfz-Steuer. Dieselautos sind in der Regel teurer in der Anschaffung, und dieser Aufpreis sollte natürlich in die Gesamtbetriebskosten einberechnet werden. Diese Kosten lassen sich erst genau beziffern, wenn Sie das Auto verkauft haben und den tatsächlichen Wertverlust über Ihre Besitzdauer kennen.

Konkreter ist der Blick auf die Kfz-Steuer: Ein Dieselauto muss deutlich sparsamer sein als ein vergleichbares Benzinmodell, um bei der jährlichen Steuer gleich abzuschneiden. Wenn Sie das nicht berücksichtigen, kann der Vorteil des günstigeren Kraftstoffpreises pro Kilometer bei Dieselfahrzeugen schnell aufgezehrt werden. Wenn Sie ein älteres Auto in Betracht ziehen, beachten Sie außerdem, dass Dieselfahrzeuge ohne Partikelfilter einem zusätzlichen Zuschlag auf die reguläre Kfz-Steuer unterliegen können.